A la carteFoto: Ludoversum

A la carte

Bei A la carte schlüpfen die Spieler in die Rolle von Köchen und bereiten Gerichte zu. Damit ein Gericht gelingt, müssen die Temperatur der Pfanne und die Zahl der Gewürze stimmen.

Bewertung

A la carte Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 3 - 4 Personen, besonders gut mit 4 Spielern
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 30 - 45 Minuten

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres: Nominierungsliste 2010
Deutscher Spielepreis 1990 (Rang: 2)

Erweiterungen:
A la carte: Dessert

Spieltyp

Genre: Sonstiges, Geschicklichkeitsspiel, Jeder gegen jeden
Thema: Gegenwart, Gesellschaft, Ernährung, Speisen

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlage:  Heidelberger SpieleverlagMoskito Spiele
Autor: Schmiel, Karl-Heinz
Illustratoren: Tisch, Christof
Eeuwyk, Jochen

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Weitere Auflagen

A la carte

A la carte
Jahr: 1989
Land:   DE
Verlag: Moskito Spiele

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Regelfragen

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Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'A la carte' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Fleisch, Gemüse, Zitronensaft, ein wenig Pfeffer, medium, gut durch, schnell, schnell, schnell, der Gast hat Hunger, Mist – verbrannt. Tja, Pech gehabt. Her mit der nächsten Bestellung…

Bei A la Carte darf gekocht werden. Jeder für sich, mit seinem eigenen Herd und seiner eigenen Pfanne. Doch es ist gar nicht so leicht, immer die richtige Kochtemperatur zu finden und beim Würzen nicht daneben zu liegen – vor allem, wenn die anderen Köche auch noch in der Küche herumfuhrwerken…

Jeder Spieler erhält bei A la carte einen Herd und eines von 20 verschiedenen Rezepten. Reihum werden jeweils drei Aktionen durchgeführt, die entweder aus einem Würzversuch oder einer Temperaturerhöhung bestehen. Wie gewürzt werden muss um das aktuelle Gericht fertig zu stellen, lässt sich von seinem Rezept ablesen. Bis zu vier verschiedene Zutaten müssen in der Pfanne landen, für die es auch vier verschiedene Gewürzstreuer gibt. Ein Mal den Streuer über die Pfanne gehalten –und mehrere farbige Steine purzeln heraus. Allerdings nicht immer, da diese in den kleinen Behältnissen auch mal verkanten können. Zudem befinden sich auch einige Salzkristalle in den Gewürzmischungen, die das Gericht versalzen können. Ebenfalls nicht mehr zu gebrauchen ist das kulinarische Experiment, wenn mit mindestens drei gleichfarbigen Steinen gewürzt oder die Temperatur über das Garungsintervall hinaus erhöht wurde. Um die Temperatur zu erhöhen, muss ein Würfel geworfen werden, die um bis zu drei zusätzliche Stufen einheizt. Allerdings kann er auch dafür sorgen, dass alle Spieler ihren Regler um 1 erhöhen müssen.

Wer es schafft, sein Gericht korrekt fertig zu stellen, darf das Rezeptplättchen umdrehen und erhält dafür die entsprechenden Siegpunkte. Wurde es sogar perfekt zubereitet, gibt es dafür einen Michelin-Stern. Leere Pfannen werden natürlich sofort wieder mit dem nächsten Rezept ausgestattet. Was auch ein punkteträchtiger Crêpe sein kann, von dem jedem Spieler jedoch nur einer zur Verfügung steht. Anstatt ihn zu würzen, muss er gewendet werden. Allerdings gibt es nur einen Versuch pro Runde, sodass auch dieser schnell verbrennen kann.

Eine Seite des Temperaturwürfels zeigt eine Kaffeetasse, die der Spieler dafür erhält. Dabei handelt es sich um Sonderaktionen, die zusätzlich durchgeführt werden können: Temperatur um bis zu drei Stufen verringern, drei Zusatzaktionen, bei einem Mitspieler würzen und die Pfanne mit der eines Mitspielers tauschen.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler seinen dritten Stern gesammelt oder fünf Gerichte fertig gestellt hat. Und auch dann, wenn kein Rezept mehr nachgelegt werden kann.

Forums-Rezensionen

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Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'A la carte' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Das Material von A la carte sucht seinesgleichen: Vier „echte“ Miniatur-Alupfannen, die auf Papp-Gasherde gestellt werden und vier Kunststoff-Gewürzstreuer sorgen für richtige Küchen-Atmosphäre. An dieser Stelle auch gleich ein Hinweis für alle Eltern: Eure Töchter werden A la carte lieben, das eine ausgezeichnete und preiswerte Spielküche darstellt. Bei kleineren Kindern sollten die Papp-Kochlöffel allerdings durch „richtige“ ersetzt werden, um ein speichelbedingtes Durchweichen zu vermeiden.


Davon einmal abgesehen, ist A la carte auch sonst ein gutes Familienspiel. Die Regeln sind einfach, die Aufgaben klar. Witzige Gerichte wie „Nilpferd in Burgundersoße“ lockern die Coq au Vins und Crêpe Suzettes auf. Wer etwas besonders Abartiges kochen möchte, versucht sich am Elefantenrüssel; schwedische Gammelfische, Känguruhoden und geröstete Heuschrecken stehen glücklicherweise nicht zur Auswahl.

Allerdings beschränkt sich der Einfluss der Spieler auch weitestgehend auf die Entscheidung der Frage „würzen oder würfeln“, die meist pro Würzmischung gefällt wird. Eingeheizt werden kann schließlich immer noch, oft genug auch durch (mehr oder weniger freiwillige) Mithilfe der Mitspieler. Da ist es dann besser, wenn das Gericht schon fertig gewürzt ist und serviert werden kann. Klappt es mit dem Würzen einmal nicht, droht sonst eine weitere Runde mit zusätzlichen Heizvorgängen und dem Risiko eines schwarz gebräunten Pfanneninhalts. Und ob ein Würzversuch klappt wie gewünscht, lässt sich leider nie vorhersagen. Wird der Streuer nur kurz über die Feuerstelle gehalten, fallen wahrscheinlich nur 0 oder 1 Steine heraus –bei einem langsamen Vorgehen sind es auch schnell mal 3. Manchmal aber ebenfalls nur 0. Und ob Salz dabei ist, kann meist vorher auch nicht abgeschätzt werden. Wer nun aber auf diese Weise eine Speise vorbereitet, kann schnell Opfer einer kaffeepausenbedingten Topf-Tausch-Aktion werden. Da hilft dann auch die Gegenwürz-Rache nicht mehr. 

Am besten also doch viel heizen und auf neue Kaffeetassen hoffen? Nein, solch eine Kamikaze-Taktik führt auch nur selten zum Ziel. Dann besser doch wild würzen, immer wieder mal ein wenig am Schalter herumfummeln und den Crêpe bei erstbester Gelegenheit (idealerweise als dritte Aktion) in die Pfanne schmeißen! Denn den Crêpe zu wenden macht immer noch am meisten Spaß.

Fazit

Bedingt durch hohen Zufallsanteil und latenten Ärgerfaktor beim Fremdwürzen und Pfannentausch richtet sich A la Carte primär an Familien und Gelegenheitsspieler. Das Material weiß allerdings zu überzeugen und sorgt für den gewissen Aha-Effekt –nicht nur beim Wenden der Crêpes. Wer zudem noch kleine Mädchen in seinem Familienumfeld vorzuweisen vermag, kann bei diesen durch eine Anschaffung Extra-Pluspunkte sammeln. Da ist es dann auch nicht mehr so schlimm, wenn der eigene Kochversuch nicht ganz den Anforderungen eines Michelin-Sterns genügt.

spielbox-Rezension

Die spielbox ist das auflagenstärkste Gesellschaftsspiele-Magazin weltweit. Die Redaktion hat A la carte in Ausgabe 6/89 rezensiert und umgerechnet mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Interessierte können diese und andere Ausgaben im spielbox-Shop bestellen.
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A la carte Kommentare

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