Die WerftFoto: Ludoversum

Die Werft

Die Spieler konstruieren in Die Werft unterschiedliche Dampfschiffe, um Regierungsaufträge zu erfüllen und erfolgreiche Stapelläufe einzufahren. Dafür müssen sie geschickt Aktionen auf einem Aktionsrondell nutzen.

Bewertung

Die Werft Durchschnitt: 5 von 5 (2 Bewertungen)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 4 Personen, besonders gut mit 3 Spielern
Alter: ab 11 Jahren
Dauer: 120 - 180 Minuten

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Sonstiges, Jeder gegen jeden
Thema: Schiffe, Wasser, Neuzeit, Landschaft, Küste, Wirtschaft

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlage:  Heidelberger SpieleverlagCzech Games Edition
Autor: Suchý, Vladimir
Illustrator: Vavroň, Milan

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

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Regelfragen

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Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Die Werft' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Bauen Sie mit Ihrer Schiffswerft eine Flotte und zeigen Sie [der Welt], dass Ihre Schiffe die schnellsten, sichersten und besten sind!

Reihum werden in Die Werft einzelne Spielerzüge ausgeführt. Welche Handlungsmöglichkeiten es gibt, zeigt die Aktionsleiste: Dort liegen acht verschiedene Plättchen aus, von denen manche bereits durch Mitspieler besetzt sind. Die eigene Figur wird auf ein noch freies Plättchen versetzt und die entsprechende Aktion ausgeführt. Das Plättchen, auf dem sie sich zuvor befunden hat, wird auf das nächste freie Feld der Leiste ganz vorne gelegt. Auf diese Weise bewegen sich die Aktionsplättchen langsam um die Leiste herum. Erreicht der erste Marker nach einer vollen Umrundung das Startfeld, ist eine Runde um. Nach spielerzahlabhängigen drei bis fünf Runden endet das Spiel mit einem Abschlusszug sowie einer Endwertung.

Für die Wahl der Aktion gibt es unter Umständen auch noch ein Einkommen. Dieses berechnet sich aus der Zahl der Mitspielerfiguren vor dem gewählten Aktionsfeld, plus etwaige Boni falls der Abstand zum nächsten Spieler besonders groß ist –d.h. die gewählte Aktion schon länger nicht mehr genutzt wurde. Die Aktionen im Einzelnen:

Schiffsrumpf: Aus einer Auslage von 20 Rumpfteilen dürfen bis zu drei Stück erworben werden. Die gewählten Teile kosten zwischen 0 und 2 Gulden und werden direkt in das eigene, neun Plätze bietende Trockendock eingebaut. Jedes Stück muss später Bestandteil eines neuen Schiffes werden können, ein späteres Versetzen im Dock ist ausgeschlossen. Ausrüstung: Die Arbeiterfigur auf dem braunen Ausrüstungsrondell wird um ein Feld vorwärts bewegt, jedes weitere Feld kostet 1 Gulden. Der Spieler erhält das abgebildete Ausrüstungsstück (Kran, Segel, Schornstein oder Kanone). Crew anheuern: Die Arbeiterfigur auf dem grünen Crewrondell wird um ein Feld vorwärts bewegt, jedes weitere Feld kostet 1 Gulden. Der Spieler erhält das abgebildete Crewmitglied (Kapitän, Händler, Soldat oder Schiffsschraube). Güterzüge: Für 0 bis 2 Gulden wird einer der fünf ausliegenden, mit drei Rohstoffen beladenen Güterzüge gekauft. Handel: Die Arbeiterfigur auf dem Handelssechseck wird um ein Feld vorwärts bewegt, jedes weitere Feld kostet 1 Gulden. Zu den angegebenen Kurswerten können die Rohstoffe eines Güterzugs verkauft, oder in verschiedene Ausrüstungsgegenstände/Crewmitglieder eingetauscht werden. Arbeitskraftskala: Die Figur auf dem Arbeiterrundkurs wird um ein Feld vorwärts bewegt, jedes weitere Feld kostet 1 Gulden. Von den dort ausliegenden Bonusplättchen wird eines gewählt und auf dem Spielertableau abgelegt. Es bietet dauerhafte Verbesserungen, wie z.B. kostenloses Weiterziehen von Arbeiterfiguren, erhöhte Verkaufspreise der Rohstoffe oder zusätzliche Ausrüstungsproduktionen. Kanal erweitern: Für 0 bis 2 Gulden wird einer der fünf ausliegenden Kanalstücke gekauft und an das eigene Kanalsystem angelegt. Geld nehmen: Dieses Aktionsplättchen ist nur bei vier Werftunternehmen im Spiel. Es liefert einfach 2 Gulden.

Sobald ein Schiffsrumpf fertig ist (und aus einem Bug, mindestens einem Mittelteil, sowie einem Heck besteht), kann es noch mit Ausrüstung und Crew an den entsprechenden Stellen bestückt werden. Dann läuft es vom Stapel. Befindet sich ein Kapitän an Bord, wird es gewertet und im Kanal getestet. Punkte gibt es zunächst für die sich aus Schornsteinen, Schiffsschrauben und Segeln berechnende Geschwindigkeit des Schiffes, sowie für Ausrüstung und Crew. Bei seiner Jungfernfahrt im Kanalsystem wird es entsprechend seines Tempos über kleine Seefelder vorwärts bewegt und sammelt beim Passieren bestimmter Symbole weitere Bonuspunkte.

Nach der letzten Runde erfolgt eine weitere Sonderwertung der sogenannten „Regierungsaufträge“. Sechs Stück erhält jeder Spieler zu Beginn, die sukzessive im Laufe des Spiels auf zwei reduziert werden. Diese Auftragskarten beziehen sich auf alle während des Spiels gebauten eigenen Schiffe und deren Eigenschaften. Beispielsweise wird die Anzahl der Rettungsringe gezählt, paarweise verbaute Segelmasten, oder Schiffe die aus genau fünf Rumpfteilen bestehen. Danach gewinnt der Werftbesitzer mit den meisten Punkten das Spiel Die Werft.

 

Forums-Rezensionen

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Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Die Werft' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Häufig kommt es vor, dass ein ins Deutsche übersetzte Filmtitel nichts mehr mit dem Original zu tun hat. Dann ärgern wir uns kurz, schimpfen auf die überbezahlten Verantwortlichen und wissen genau, dass wir es selbst ja besser gemacht hätten. Die Werft ist nun zwar kein Film, erzeugte bei einigen Testspielern jedoch vergleichbares Unbehagen. Dieses ging sogar teilweise so weit, dass gar kein Interesse an einer Partie bestand. „Shipyards“ heißt Die Werft in der tschechischen Originalfassung, was aber auch nur „Schiffswerft“ bedeutet. Oder eben einfach „Werft“.

Dass diese recht technisch anmutende Bezeichnung bei deutschen Spielern nun weniger Interesse hervorruft als das monumentaler klingende „Shipyards“, ist schade. Denn der Spielablauf ist nach kurzer Eingewöhnung, einem einstündigen Kampf durch die leicht holprige Regel sowie knapp 45 Minuten Aufbau-Arbeitszeit durchaus eingängig. Natürlich lässt sich das umfangreiche Material gemeinsam auch locker in einer Viertelstunde platzieren, aber ein wenig Vorsicht ist trotzdem von Nöten, da die vielen kleinen Ausrüstungs- und Crewmarker sorgsam gestapelt werden müssen, sollen sie nicht wild durcheinander fallen.

Die Konstruktion der Aktionsleiste kann –im Gegensatz zu manch gewagtem Schiffsbau- als ausgewogen und rundum gelungen bezeichnet werden. Nicht nur aufgrund der zusätzlichen Gulden, die bei Aktivierung der hinteren Plättchen fällig werden, sondern auch, weil eigentlich alle Aktionen nützlich sind. (Mit Einschränkung trifft dies auch auf die Geld-Aktion zu, zumindest für pekuniär knapper ausgestattete Mitspieler.) Daher kommt es praktisch nie vor, dass Aktionsplättchen lange zurück bleiben.

Herausfordernd wird Die Werft erst dann, wenn die Punkteausbeute optimiert werden soll. Denn hierfür gibt es Verschiedenes zu berücksichtigen, was teilweise –und unter gewissen Umständen- durchaus mal teuer werden kann. Als grobe Strategie sollte von vornherein versucht werden, die Regierungsaufträge am Ende möglichst gut erfüllen zu können und die Einkaufspolitik entsprechend abzugleichen. Manche Aufträge sind von vornherein aufgrund der ausliegenden Plättchen schwierig, andere bleiben bis zum Schluss lukrativ. Welche das sind, hängt im Wesentlichen von den erworbenen Rumpfteilen, Ausrüstungsgegenständen und Crewmitgliedern ab.

Doch auch die einzelnen Aktionen selbst können aufeinander abgestimmt werden. Lautet ein Auftrag möglichst viele Segel zu setzen, werden eben nicht nur viele Rumpfteile mit Segelvorrichtung gekauft, sondern vielleicht auch ein Ingenieur eingestellt, der zusätzliche Segel produziert. Das Kanalsystem wird entsprechend zusammengestellt und andere Eigenschaften der Schiffe vernachlässigt. Denn Merke: Geschwindigkeit allein ist nicht alles -schnelle Schiffe erfordern auch längere Kanäle und somit mehr Plättchen.

Und falls doch mal ein Schnellboot gebaut wird anstelle eines Kriegsschiffs oder Tankers, lohnt eine Berücksichtigung des Blauen Bandes, das auf manchen Seefeldern Extrapunkte für die zurückgelegte Strecke liefert.

 

Fazit

Trockendock-Management vom Feinsten – mit Die Werft macht CGE aus den Spielern stolze Besitzer einer Schiffs“fabrik“. Durch geringfügige Anpassungen bei der Aktionswahl funktioniert das Management bei allen Spielerzahlen gleich gut, die Spielzeit steigt bei mehreren Konkurrenzunternehmen allerdings entsprechend an.

Auch wenn der kühle Titel eher abweisend wirkt, können wir Die Werft nur wärmstens empfehlen. Das Thema ist unverbraucht, das Material umfangreich und die Einflussmöglichkeiten sind immens.

 

spielbox-Rezension

Die spielbox ist das auflagenstärkste Gesellschaftsspiele-Magazin weltweit. Die Redaktion hat Die Werft in Ausgabe 6/10 rezensiert und umgerechnet mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Interessierte können diese und andere Ausgaben im spielbox-Shop bestellen.
Die Werft Bild 1 Ein Spieltableau (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Ludoversum
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Die Werft Kommentare

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