Die Paläste von CarraraFoto: Hans im Glück, 2014

Die Paläste von Carrara

In Die Paläste von Carrara errichten die Spieler – der Name verrät es schon – Paläste. Das besondere an dem Spiel ist ein sich drehendes Rad und eine Profi-Variante, die anfangs in einem Umschlag versteckt ist.

Bewertung

Die Paläste von Carrara Durchschnitt: 4 von 5 (2 Bewertungen)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 4 Personen, besonders gut mit 3 Spielern
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: 60 - 60 Minuten

Auszeichnungen:
Kennerspiel des Jahres: Nominierungsliste 2013

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Sonstiges, Jeder gegen jeden
Thema: Mittelalter, Europa, Italien

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlag:  Hans im Glück Verlag
Autoren: Kramer, Wolfgang
Kiesling, Michael
Illustrator: Vohwinkel, Franz

Erscheinungsjahr: 2012
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

Die Paläste von Carrara: Spielanleitung herunterladen (PDF-Dokument). Zum Betrachten benötigst Du den kostenlosen Acrobat Reader.

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Die Paläste von Carrara' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Früher genügte noch DER Palast für die Auszeichnung zum Spiel des Jahres, heutzutage müssen es schon gleich deren sechs sein. Mit produktionsbedingter Verspätung schaffte es Die Paläste von Carrara gerade noch so zum Weihnachtsgeschäft fertig zu werden. Es reiht sich nahtlos in lange Liste der anspruchsvollen Familienspiele von Hans im Glück ein.

Wer am Zug ist, kann entweder Bausteine kaufen, ein Gebäude errichten oder eine Wertung durchführen. Die in sechs verschiedenen Farben erhältlichen Steine liegen auf einem beweglichen Vorratsrad des Spielplans und werden sukzessive billiger, da das Rad jedes Mal gedreht wird. Gekauft wird zum jeweiligen Festpreis von einem Segment nach Wahl, und zwar beliebig viel (soweit vorrätig). Nur mit diesen Steinen können Gebäude gebaut werden. Wie viele nötig sind,ist auf den Plättchen aufgedruckt, die auf dem Plan offen ausliegen. Die erlaubten Farben hängen wiederum von der „Stadt“ des Spielertableaus ab, in die es gelegt wird.

Eine Wertung bezieht sich entweder auf einen Gebäudetyp oder eine Stadt. Generell liefert dies allen Spielern Punkte oder Geld nach der Formel Bausumme * Stadtwert. Außerdem gibt es je gewertetem Gebäude ein entsprechendes Objekt: Buch, Tor, Kelch, Krone oder Wappen. Ein Satz dieser Dinger liegt auch offen aus und kann käuflich (zu horrenden Preisen) erworben werden. Das Spiel endet, wenn alle Gebäude verbaut sind oder ein Spieler das Ende ansagt. Letzteres erfordert die Erfüllung aller Endbedingungen: Er muss mindestens vier Mal gewertet haben, 6-8 Objekte besitzen und 20-30 Steine verbaut haben.

In einem separat verschlossenen Umschlag befinden sich die Erweiterungsregeln von Die Paläste von Carrara mit zusätzlichem Material: Aufwertungsplättchen zum Überbauen, neue Gebäude und vier Kartensätze für variable Endbedingungen. Außerdem ist es nun möglich, vom Rad auch kaufen zu können ohne drehen zu müssen.

spielbox-Rezension

Die spielbox ist das auflagenstärkste Gesellschaftsspiele-Magazin weltweit. Die Redaktion hat Die Paläste von Carrara in Ausgabe 7/12 rezensiert und umgerechnet mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Interessierte können diese und andere Ausgaben im spielbox-Shop bestellen.

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Die Paläste von Carrara' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Na, da wurde mal wieder fleißig geklaut: Vom Rosenberg-Rad bis zur Risiko-Evolution-Fortgeschrittenentüte. Während das Rad durchaus Sinn macht, wirkt das radikal kommunizierte Wegsperren des Fortgeschrittenenmaterials eher befremdlich. „Achtung! Nicht öffenen bevor ihr nicht mindestens 2 Partien des Grundspiels gespielt habt!“ prangt da fettgedruckt auf einem roten Siegel. Das schreckt ab. Und ist ziemlich überflüssig, denn die Grundregeln wirken alleingestellt irgendwie beschnitten. Für die unterschiedlichen Objekte gibt es nämlich erst eine Existenzberechtigung, wenn die neuen Endbedingungen des Erweiterungsmaterials verwendet werden. Und genau dieser Punkt sorgt für langfristige Abwechslung und macht aus Carrara ein überdurchschnittliches Spiel. Übermäßig komplex sind die neuen Regeln ebenfalls nicht, sodass jeder „Vielspieler“ sie ruhig von Beginn an benutzen sollte.

Generell ist es übrigens so, dass sich die Farben der Bausteine in zwei Punkten unterscheiden: Erstens kann jede unterschiedlich viele Städte bedienen -Weiß darf beispielsweise überall benutzt werden- und zweitens spiegelt sich dies auch in den Preisen wieder. Es ist daher gut beraten, wer hinter seinem Sichtschirm stets eine bunte Mischung zur Verfügung hat und bei Bedarf die billigsten einsetzen kann. Sobald die Mitspieler anfangen zu werten (spätestens!), ist es an der Zeit, ebenfalls Punkte zu sammeln. Zwar besitzt jeder nur sechs Wertungssteine, doch werden diese auch nur sehr selten benötigt.

Fazit

Die Paläste von Alhambra Carcassonne Carrera Carrara überzeugt mit seinen eingängigen Grundregeln den Familienkreis und bietet mit den variablen Endbedingungen auch für Vielspieler genügend Abwechslung. Bekannte Mechanismen wurden wieder einmal harmonisch zusammengestellt und attraktiv verpackt -so sehen Top-Titel aus.

Die Paläste von Carrara Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Hans im Glück, 2014
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