GeheimsacheFoto: Hutter Trade, 2014

Geheimsache

Bei Geheimsache wollen die Spieler Topagenten werden. Dazu müssen sie nach und nach Informationen entschlüsseln. Welcher Agent muss am Samstag besucht werden? Wann findet das Treffen mit der Person Lila statt?

Bewertung

Geheimsache Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler:
2 - 5 Personen
Alter:
ab 12 Jahren
Dauer:
45 - 60 Minuten
Sprache:
Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Spieltyp

Genre:
Kartenspiel, Schlussfolgerungsspiel, Jeder gegen jeden
Thema:
Abenteuer und Fantasie, Agenten und Spione

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Ludografische Angaben

Autor:
Domberger, Jörg
Illustrator:
Eberle, Lutz
Erscheinungsjahr:
2014

Anleitung herunterladen

Geheimsache: Spielanleitung herunterladen (PDF-Dokument). Zum Betrachten benötigst Du den kostenlosen Acrobat Reader.

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Geheimsache' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Um ein erfolgreicher Spion zu sein benötigt man in erster Linie detaillierte Informationen. Doch um an diese zu gelangen brauchen die Nachwuchsagenten einen abgestimmten Wochenplan, und genau diesen gilt es in Geheimsache herauszufinden.

Jeder Spieler erhält einen Wochenplan, der jedoch nicht angeschaut werden darf. Stattdessen wird er ungesehen in einem Standfuß in Richtung der Mitspieler aufgestellt. Nun erhalten die Spieler zwei Informantenkarten jeder Farbe und anschließend nochmals zwei zufällig gezogene Karten. Außerdem bekommt jeder Spieler eine Dekodierungshilfe, die er in den zugehörigen Halter einsteckt.

Zu Beginn einer Runde spielen die Agenten bei Geheimsache  reihum eine Informantenkarte aus. Jede dieser Karten besitzt eine von fünf Farben mit einem Wochentag und beinhaltet des Weiteren eine beliebige Uhrzeit. Nun geben die Spieler nach und nach Informationen bekannt, z.B. die Karte von Spieler X hat die früheste Uhrzeit, der Wochentag von Spieler Y ist der spätmöglichste Termin usw. Die Spieler notieren diese Informationen auf ihren Dekodierungsplänen und schließen damit sukzessive mögliche Termine aus. Irgendwann steht durch das Ausschlussverfahren fest, welche Farbe welchem Wochentag entspricht. Sobald ein Spieler der Meinung ist, dass er die korrekte Konstellation ermittelt hat, nimmt er die oberste Agentenkarte vom Stapel. Nachdem alle Spiele eine Agentenkarte genommen haben oder die letzte Informantenkarte ausgespielt wurde, endet das Spiel. Wer als Erster die richtige Konstellation herausgefunden hat, gewinnt Geheimsache.

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Geheimsache' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Naja … wem´s gefällt. Das Thema wirkt aufgesetzt und über den Mechanismus gestülpt. Echtes Krimigefühl kommt jedenfalls nur bedingt auf. Natürlich ist Geheimsache ein reines Schlussfolgerungsspiel, und als Interessent sollte man deshalb unbedingt ein bekennender Fan dieses Genres sein. Logisches Denken ist das A und O des Spiels. Andere Schlussfolgerungsspiels wie Cluedo haben einen wesentlich leichteren Einstieg als Geheimsache, dessen Mechanismen man erstmal verinnerlichen muss.

Die Spielanleitung ist zwar relativ verständlich verfasst, aber die Struktur ist definitiv verbesserungswürdig. Das hängt damit zusammen, dass zwischen dem Ablauf für drei bis fünf Spielern und zwei Spielern kleinere Unterschiede bestehen, die im Regelwerk immer abwechselnd erläutert werden. Also erst die Standardregel für drei bis fünf Spieler und dann der Part für zwei Agenten. Und erst danach geht es mit der eigentlichen Spielerklärung weiter (wieder unterteilt nach Spieleranzahl). Ein roter Faden für drei bis fünf Spieler und eine nachträgliche Modifikationserläuterung für zwei Kontrahenten wäre vermutlich sinnvoller gewesen und hätte das Regelstudium vereinfacht.

Größerer Spielspaß wollte sich in den Testrunden leider nicht einstellen. Auf der Flucht vom gleichen Verlag konnte da wesentlich besser punkten. Negativ wurde unter anderem der Glücksfaktor der Kartenverteilung/-auslage beurteilt. Bei einem Schlussfolgerungsspiel sollten eigentlich gleiche Chancen/Voraussetzungen für alle Spieler vorliegen, und das ist bei Geheimsache nur bedingt der Fall. Lange Rede, kurzer Sinn: es gibt wesentlich bessere Schlussfolgerungsspiels.

Fazit
Selbst Deduktionsfreunden kommt Geheimsache irgendwie „komisch“ vor. Der Funke will einfach nicht überspringen, obwohl die Mechanismen trotz schwerer Zugänglichkeit funktionieren.

Geheimsache Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Hutter Trade, 2014
Geheimsache Bild 1

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