Zu viele KöcheFoto: Ludoversum

Zu viele Köche

Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Im Wettstreit der Suppenköche gilt es deshalb, den Überblick zu behalten. Nur so kann man entscheiden, ob der Kochtopf schon ausreichend Zutaten enthält.

Bewertung

Zu viele Köche Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 5 Personen, besonders gut mit 4 Spielern
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 30 - 45 Minuten

Spieltyp

Genre: Kartenspiel, Sammelspiel, Jeder gegen jeden
Thema: Gegenwart, Gesellschaft, Ernährung, Speisen

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlag:  Pegasus Spiele
Autor: Knizia, Reiner
Illustrator: Roche, Alexandre

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

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Regelfragen

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Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Zu viele Köche' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Im Wettstreit der Suppenköche gilt es, vor allem den Überblick zu behalten. Nur so kann ich entscheiden, ob der Kochtopf genügend Zutaten enthält, die zu meinem gewählten Tagesmenü passen. Dann mache ich den Kochtopf servierfertig und hoffe mehr Stammkunden zu gewinnen als meine Mitspieler.

Fünf Tage (Runden) dauert der Wettstreit der Suppenköche (Spieler) bei Zu viele Köche. An jedem dieser Tage muss eines der fünf Tagesmenüs (Gemüsesuppe, Hühnersuppe, Fischsuppe, Chili, Fast Food) gekocht werden - jedes genau einmal. Und am Ende des Wettstreits sollten sich die anfänglichen fünf Stammkunden um einiges vervielfacht haben.

Zu Beginn jedes Tages erhält jeder Suppenkoch 13 Zutaten(karten). Davon gibt es vier Arten: Gemüse, Huhn, Fisch und Peperoni. Mit Blick auf seine Zutatenkarten wählt jeder Suppenkoch aus seinen Menükarten die am besten geeignete aus und legt diese verdeckt vor sich auf den Tisch. Haben alle Spieler ein Tagesmenü gewählt, werden die Karten umgedreht. (In einer Variante, die mehr taktische Überlegungen erlaubt, werden die Menükarten der Reihe nach offen ausgespielt!)

Der Suppenkoch links vom Geber stellt den Herd an (beginnt das Spiel), indem er genau eine Zutat aus seiner Hand auswählt und in den Kochtopf (die Tischmitte) legt. Er nennt außerdem laut ihren Wert. Dann geht es im Uhrzeigersinn weiter. Jeder Suppenkoch legt immer genau eine weitere Zutat in den Kochtopf und nennt laut die Gesamtsumme der im Topf befindlichen Zutaten. Damit wird angezeigt, wie voll der Topf ist. Es sollte darauf geachtet werden, dass alle im Topf befindlichen Zutaten für alle Suppenköche erkennbar sind.

Die erste Zutat im Topf bestimmt die Art der Suppe, d.h. alle weiteren Zutaten müssen von der gleichen Sorte sein. Also Gemüse auf Gemüse, Huhn auf Huhn und Fisch auf Fisch. Hat ein Suppenkoch aber keine passende Zutat mehr, darf er eine beliebige Zutat in den Topf legen. Sobald eine Peperoni im Topf ist (also auch wenn die erste Zutat eine Peperoni ist!), gilt diese Einschränkung nicht mehr. Mit Peperoni ist der Geschmack sowieso verdorben und dann ist es egal, was noch in den Topf kommt.

Sobald ein Suppenkoch durch das Legen einer Zutat die Gesamtsumme des Topfes auf 10 oder höher bringt, wird der Topfinhalt serviert. Der betreffende Suppenkoch nimmt alle Zutaten des Topfes und legt sie verdeckt vor sich auf den Tisch. Dann legt er eine neue Zutat aus seiner Hand in die Tischmitte und beginnt so einen neuen Topf. Wer einen Topf voll macht, muss ihn servieren, egal ob ihm der Inhalt gefällt oder nicht. Hilfreich kann hier die Sonderkarte „kocht über“ sein, denn diese bringt den Inhalt des Topfes wieder auf 0. Wenn ein Suppenkoch die letzte Zutat aus seiner Hand in den Topf legt, muss er dies laut verkünden. Sobald ein Suppenkoch an der Reihe ist, aber keine Zutat mehr ausspielen kann, endet der Tag und die Bewertung beginnt.

Abhängig vom gewählten Tagesmenü und den Karten der servierten Kochtöpfe erhält jeder Suppenkoch Stammkunden hinzu (oder verliert welche). Wer beispielsweise Gemüse-, Hühner- oder Fischsuppe zubereiten wollte, erhält für jede Gemüse-, Huhn- bzw. Fischkarte einen Stammkunden hinzu, verliert aber für jede Peperonikarte einen Stammkunden. Kein Suppenkoch kann eine negative Stammkundenzahl haben. Er bleibt dann bei 0.

Alle gewählten Tagesmenüs kommen auf einen Ablagestapel, alle Zutatenkarten werden gemischt und es beginnt der nächste Tag. Nach dem fünften Tag hat der Suppenkoch bei Zu viele Köche gewonnen, der die meisten Stammkunden hat.

Forums-Rezensionen

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Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Zu viele Köche' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Man nehme die Spielmechanismen einiger bekannter Kartenspiele (O’No 99, Rage, 6 Nimmt!, und Ähnlichem mehr), lege sie vorsichtig in einen Topf, würze mit wenigen neuen Ideen, verrühre das Ganze mit Bedacht und plötzlich gibt es Zu viele Köche. Da heutzutage viele Spiele auf diese Art entstehen (wer hat schon ständig neue Ideen?) ist das nicht verwerflich, aber es führt auch nicht immer zu einem guten Spiel. Im Fall von Zu viele Köche ist das Ergebnis in der gehobenen Fast-Food-Kategorie einzuordnen.

Das Spielmaterial ist zweckmäßig und besteht aus insgesamt 120 Karten. Die Karten sind von hinreichender Größe und gut zu unterscheiden. Die Bildchen auf den Karten sind hübsch oder nicht, je nach Geschmack. Sie sind ja auch nicht spielentscheidend! Die Spielregeln sind relativ kurz und gut verständlich. Es gibt Beispiele  und wichtige Punkte sind besonders hervorgehoben. Das Ganze ist in einer Metalldose verpackt (wie mehrere Spiele dieser Serie), was nach außen einen sehr gehoben Eindruck vermittelt.

Der Spielmechanismus ist schnell verstanden und vieles kommt einem ja auch irgendwie bekannt vor (s.o.). Die einzelnen Runden sind schnell gespielt und sehr kommunikativ („Wie viel war doch gleich vier plus drei?“ „ War jetzt schon sieben oder noch sechs Topf?“ „Ich will diesen Topf nicht haben!“, etc.). Auch die Abrechnungen am Ende der Runden sind relativ einfach, sodass ich der Altersangabe ab 8 Jahren ohne Vorbehalte zustimmen möchte.

Ich erlebe allerdings bei dieser Art Spiele regelmäßig das Gleiche: Ich habe zunächst den Eindruck, mit Überlegung, Strategie und Taktik das Spiel bestimmen zu können, egal was ich für Karten habe und was die Mitspieler zwischendurch machen. Im Laufe eines Spiels verblasst dieser Eindruck aber immer mehr. Meine Möglichkeiten werden immer geringer, zum Einen im Verlauf einer Runde, zum Anderen mit jeder Runde. In der fünften Runde muss ich meine letzte Menükarte spielen, egal welche Zutaten ich in der Hand habe. Aber die gewieften Kartenspieler sagen mir dann immer: „Du musst aus den Karten das Beste machen. Auf Dauer gewinnt nicht der Glücklichere, sondern der Bessere!“

So ist es dann wohl auch bei Zu viele Köche und ich muss es vielleicht nur häufiger spielen, um mich mit meiner „eigentlich unschlagbaren“ Strategie durchzusetzen (oder vielleicht auch mehr Üben!) ;-)

 

Fazit

Zu viele Köche hat viele Pluspunkte:

Es ist gut zu transportieren und (durch die Metalldose) relativ unempfindlich gegen Transportschäden. Es ist gut unterwegs zu spielen, da der Platzbedarf überschaubar ist. Es ist gut zu verschenken, denn die Metalldose macht schon was her. Es ist zum „Zwischendurchspielen“ geeignet, denn es dauert nur 30 bis 45 Minuten. Es ist ein sehr kommunikatives Spiel (s.o.). Es ist auch mit Erwachsenen und Kinder zusammen gut zu spielen.

Zu viele Köche hat einen Minuspunkt:

Die taktischen Aspekte sind von untergeordneter Bedeutung.

Damit ist Zu viele Köche ein Spiel, das in vielen Spielrunden für Spaß sorgen kann.

 

Zu viele Köche Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Ludoversum
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Zu viele Köche Kommentare

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