CycladesFoto: Matagot, 2015

Cyclades

Athen, Sparta, Theben, Korinth und Argos kämpfen in Cyclades um die Vorherrschaft des noch nicht vereinten Griechenlands. Unterstützt wird das Militär durch mythische Gestalten und durch die Gunst der Götter.

Bewertung

Cyclades Durchschnitt: 5 von 5 (2 Bewertungen)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 5 Personen, besonders gut mit 4 Spielern
Alter: ab 10 Jahren
Dauer: 60 - 90 Minuten

Erweiterungen:
Cyclades: Titans
Cyclades: Hades
Cyclades: Monuments

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Bietspiel, Jeder gegen jeden
Thema: Altertum, Europa, Griechenland, Gesellschaft, Religion und Mythologie

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlag:  Matagot
Autoren: Cathala, Bruno
Maublanc, Ludovic
Illustrator: Coimbra, Miguel

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

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Regelfragen

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Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Cyclades' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Die antiken Mächte Athen, Sparta, Theben, Korinth und Argos kämpfen in Cyclades um die Vorherrschaft des noch nicht vereinten Griechenlands. Unterstützt werden die militärischen Operationen durch verschiedene mythische Gestalten –und natürlich durch die Gunst der Götter.

Der Spielplan von Cyclades zeigt die Inselgruppe der Kykladen, die zu Beginn spielerzahlabhängig besiedelt ist. Daneben befinden sich verschiedene Tableaus zur Beeinflussung der Götter sowie zum Auslegen von Kreaturenkarten. Götter und Kreaturen haben eines gemeinsam: Wer sie nutzen will, muss dafür Goldstücke bezahlen. Während bis zu drei aus den griechischen Sagen bekannte Kreaturen jede Runde zur Verfügung stehen, sind es immer die gleichen Götter, deren Gunst erworben werden kann: Ares, Poseidon, Athene, Apollo und natürlich Zeus höchstselbstpersönlich. Dabei zählt Apollo eigentlich nicht ganz, denn für ihn muss gar kein Opfer erbracht werden, es gibt ihn kostenlos – sozusagen die Gottheit für die armen Schlucker, die sich keinen richtigen Gott leisten können.

Die anderen Götter sind nicht nur gieriger, sondern auch besitzergreifend. Sie lassen sich nur von einem einzigen Spieler anwerben – natürlich dem, der am meisten dafür bezahlt. Der Bietmechanismus sieht vor, dass eine überbotene Partei sofort ihr Opfer ändern muss. Entweder erhöhen oder sein Glück bei einem anderen Gott suchen, der sich auch mit weniger zufrieden gibt. Was nicht unbedingt gleichbedeutend mit einer schlechteren Gegenleistung sein muss, denn alle Götter bieten ordentliche Aktionen, sobald sie nach ihrer Versteigerung in der zu Rundenbeginn zufällig bestimmten Reihenfolge ausgeführt werden. Sogar mehrfach, solange die entsprechenden zusätzlichen Kosten entrichtet werden können.

Mit den Göttern werden Kreaturen herbeigerufen und eingesetzt, Schiffe, Armeen, Philosophen und Priester angeworben, Häfen zur Seeverteidigung, Festungen zur Landverteidigung, Tempel zur Verbilligung von Kreaturen und Universitäten errichtet. Mit Poseidon werden Flotten bewegt, mit Ares Armeen. Zeus wechselt Kreaturenkarten in der Auslage, Apollo verschenkt ein paar Goldstücke, für die praktisch immer Verwendung gefunden wird. Ansonsten besteht die einzige Einnahmequelle in sogenannten „Wohlstandssymbolen“, die auf manchen Inseln zu finden sind. Jedes Symbol liefert pro Runde ein Goldstück.

Treffen verfeindete Armeen oder Flotten aufeinander, wird gekämpft. Beide Parteien werfen einen Würfel und addieren die Anzahl ihrer beteiligten Einheiten sowie etwaige Boni durch Festungen, Häfen oder Kreaturen. Auch Rückzüge in benachbarte, selbst kontrollierte Gebiete sind möglich.

Doch Kämpfe sind in Kyklades bestenfalls Mittel zum Zweck. Entscheidender Kernmechanismus ist die Metropolenerrichtung: Wer vier verschiedene Gebäude besitzt (und somit alle vier relevanten Götter nutzen musste), tauscht diese sofort gegen ein Metropolen-Plättchen ein. Ebenfalls eine Metropole erhält, wer vier Philosophen sammeln konnte. Es gewinnt, wer zuerst seine zweite Metropole besitzt. Bei zwei Spielern sind sogar drei solche Superstädte nötig.

Forums-Rezensionen

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Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Cyclades' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Kyklades, wie Cyclades auch geschrieben wird, strotzt nur so voller Mythengestalten, die als Plastikminiaturen die große Box bevölkern: Sirene, Pegasus, Riese, Chimäre, Zyklop, Sphinx, Sylphe, Harpyie, Greif, Die Parzen, Satyr, Dryade, Krake, Minotaurus, Chiron, Medusa und Polyphem. Was für ein wahrer Fundus für jeden, der die griechischen Sagen spannend findet! Jede Kreatur hat ihre eigene Sonderfunktion, die je nach Auftauchen während des Spiels genutzt werden kann. Mit ihnen lassen sich beispielsweise errichtete Gebäude austauschen. Aus einem (Berg-)Tempel wird so ganz schnell ein Hafen –wie praktisch. Auch der Verkauf nicht mehr benötigter Einheiten kann sehr, sehr hilfreich sein. Sind halt alles auch nur Söldner, irgendwie.

Deutlich fieser und aggressiver sind dagegen diejenigen, die sich direkt gegen die Mitspieler richten. Sie stehlen ihnen Gold, Priester oder Philosophen. (Elende Söldner!) Sie zerstören Gebäude, Flotten und Armeen. Kurzum: Sie können eine echte Plage sein. Manche kämpfen aber auch einfach nur so mit, an der Seite regulärer Einheiten. So oder so, die vielen Regeldetails und die diversen Möglichkeiten den Mitspielern ins Handwerk zu pfuschen, erschweren die Planung erheblich und sorgen für eine abendfüllende Spielzeit. Dafür sollte gewappnet sein, wer sich auf eine Partie Kyklades einlässt. Und ein ordentliches Interesse an der griechischen Mythologie wird ohnehin benötigt, denn davon lebt dieses Spiel.

Bei allem Enthusiasmus für die Kreaturen und die Antike an sich darf bei Kyklades das eigentliche Ziel jedoch nie aus den Augen verloren werden: Es müssen Metropolen errichtet werden. Ob durch den Bau von passenden Gebäuden, das Ansammeln von Philosophen oder beides spielt dabei keine Rolle. Priester lohnen sich bestenfalls zu Spielbeginn, da sie die Beschwörungskosten der Viecher reduzieren. Wer aber konsequent zielgerichtet baut bzw. sammelt und keine Kreaturen beschwören muss, braucht natürlich auch keine Priester. Aber leider bekommt man ja auch nicht immer das, was man gerade haben will...


Fazit
Im antiken Griechenland herrschte noch eine klare Ordnung. Die Götter verlangten Opfer, und wenn ein Grieche nicht zahlen konnte, dann bekam er auch nichts. Kein Staatsbankrott, kein Streik, keine Demonstration. Stattdessen machten phantastische Gestalten und Kreaturen die Gegend unsicher, ganze Legenden wurden daraus geboren. In Kyklades, bei dem strategische Planung eine untergeordnete Rolle spielt, kann das ganze Auf und Ab der antiken Welt in rund zwei Stunden Spielzeit noch einmal erlebt werden. Sparta gegen Athen, Korinth gegen Theben. Der Krake gegen Poseidon. Alle gegen die Priester.

Fans des antiken Griechenlands und seiner Mythologie kommen sicherlich auf ihre Kosten bei diesem atmosphärisch dichten Spiel, alleine schon durch die Vielzahl Kreaturen. Scylla und Charybdis haben wir allerdings vermisst.

spielbox-Rezension

Die spielbox ist das auflagenstärkste Gesellschaftsspiele-Magazin weltweit. Die Redaktion hat Cyclades in Ausgabe 6/10 rezensiert und umgerechnet mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Interessierte können diese und andere Ausgaben im spielbox-Shop bestellen.
Cyclades Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Matagot, 2015
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Cyclades Kommentare

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