Madame ChingFoto: Asmodee Deutschland, 2014

Madame Ching

Bei Madame Ching schlüpfen Spieler in die Rolle von Piraten und wollen möglichst viele Missionen erfüllen. Sie spielen Handkarten aus. Diese bestimmen die Spielerreihenfolge und werden dann für Expeditionen verwendet.

Bewertung

Madame Ching Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 4 Personen, besonders gut mit 2 Spielern
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 45 - 60 Minuten

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Aus-der-Hand-Spiel, Jeder gegen jeden
Thema: Mittelalter, Piraten, Schiffe, Asien, China, Landschaft

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlage:  HurricanAsmodee Deutschland
Autoren: Cathala, Bruno
Maublanc, Ludovic
Illustrator: Dutrait, Vincent

Erscheinungsjahr: 2014
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

Madame Ching: Spielanleitung herunterladen (PDF-Dokument). Zum Betrachten benötigst Du den kostenlosen Acrobat Reader.

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Madame Ching' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Madame Ching, die berühmteste Piratin Asiens, sucht einen Kapitän für ihr Schiff. Zahlreiche Piraten beginnen daher, die Meere unsicher zu machen, um Eindruck zu schinden.

Der Spielplan ist in rechteckige Meeresregionen eingeteilt, die zu befahren sind. Die Schiffe der Spieler starten in der linken, oberen Ecke. Jede Runde wählt jeder gleichzeitig eine seiner Handkarten, die dann in der Reihenfolge ihrer Nummern ausgewertet werden. Ist die Nummer größer als die zuvor gelegte, setzt ein Spieler seine Reise fort, indem er die neue Karte an seine Auslage anlegt. Sein Schiff bewegt er ein Feld nach rechts. Wenn die Kartenfarbe neu ist, d.h. noch nicht in seiner Auslage vorkam, zieht das Schiff zusätzlich ein Feld nach unten.
 
Ist der Wert der Karte jedoch kleiner, beginnt das Schiff eine neue Reise (oben links). Für das erreichte Meeresfeld erhält der Pirat ein Schatzplättchen (und somit Edelsteine). Sollten die auf manchen Karten abgebildeten Symbole zudem ein spezielles Set ergeben, bekommt er zusätzlich eine von vier verschiedenen Bonuskarten (Fertigkeiten), mit denen sich beispielsweise das Handkartenlimit erhöhen, eine weitere Karte ausspielen oder mit einem Mitspieler eine Karte tauschen lässt. Wer alle vier sammeln kann, erhält die Bonuskarte China Pearl.
 
Das Nachziehen der Handkarten erfolgt unmittelbar nach der Aktion aus der offenen Auslage, sodass nur der erste Spieler die volle Auswahl hat. Wer mit seinem Schiff nur nach Osten segelt, erhält zum Trost ein oder zwei Begegnungskarten. Diese bringen sehr unterschiedliche Vorteile und können zu verschiedenen Zeitpunkten eingesetzt werden.
 
Eine Partie von Madame Ching endet, sobald alle Schätze gehoben sind oder ein Spieler die China Pearl einsacken konnte.

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Madame Ching' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Wer mit seinen Reisen punkten will, muss diagonal fahren, d.h. (fast) ausschließlich verschiedene Farben ausspielen. Diese sind nicht zufällig verteilt, sondern können leicht ganzen Zahlengruppen zugeordnet werden. Nach den niedrigen hellblauen Karten folgen grüne, später gelbe, rote und schließlich dunkelblaue. Sind die Spieler ungefähr gleich weit gereist (was bereits zu Beginn der Fall ist), reißen sich alle um dieselben Farben. Der jeweilige Startspieler hat somit einen großen Vorteil. Startspieler ist jedoch derjenige mit der höchsten gelegten Nummer, d.h. meist derjenige, der ohnehin bereits vorne liegt. Um diesen fatalen Kreislauf zu durchbrechen, muss eine Fahrt frühzeitig abgebrochen und gehofft werden, dass ein anderer Spieler nicht im selben Moment das gleiche tut. Eine Garantie, danach die passenden Karten zu erhalten, ist dies allerdings nicht.
 
Richtig schlecht (in bester Hurrican-Manier) ist mal wieder die Anleitung, die wesentliche Teile verschweigt. Grundsätzlich gilt so beispielsweise immer, dass mit der ersten Karte das Schiff bereits auf das erste Feld gesetzt wird. Dies ist nur aus einer Beispielillustration ersichtlich, nicht jedoch aus dem Regeltext. Noch viel schlimmer: Um Hong Kong zu erreichen, muss einmal mehr nach unten gezogen werden, als überhaupt verschiedene Farben im Spiel sind. Wie das gehen soll? Nur mit einem Trick, der Begegnungskarte Lotse (6 Stück vorhanden unter 33 Karten), die als Joker-Farbe zusätzlich wirken kann.
 
Apropos Begegnungskarten: Diese sind teilweise recht mächtig, manchmal auch destruktiv. Einfach mal so einem Mitspieler Edelsteine zu stehlen, kann sehr frustrierend sein.


Fazit
Madame Ching sieht toll aus und spielt sich ganz ordentlich -sofern man die Regellücken klären konnte und ein wenig frustresistent ist. Der Kettenbildungsmechanismus beim Kartensammeln ist eigentlich recht interessant, in der Umsetzung jedoch suboptimal. Für ein paar spannende Partien reicht es dennoch.

Madame Ching Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Asmodee Deutschland, 2014
Madame Ching Bild 1

Madame Ching Kommentare

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