NightfallFoto: Pegasus Spiele, 2014

Nightfall

In Nightfall attackieren Spieler mit ihren Kreaturen den Gegner. Jeder Spieler besitzt anfangs ein eigenes Deck mit zwölf Befehlskarten. Im Laufe des Spiels wird dieses Deck verbessert.

Bewertung

Nightfall Durchschnitt: 4 von 5 (2 Bewertungen)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 5 Personen
Alter: ab 12 Jahren
Dauer: 45 - 60 Minuten

Spieltyp

Genre: Kartenspiel, Deckbauspiel, Jeder gegen jeden
Thema: Abenteuer und Fantasie, Monster und Untote

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlage:  Pegasus SpieleAlderac Entertainment Group
Autor: Gregg, David
Illustrator: Stitz, Florian

Erscheinungsjahr: 2011
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Anleitung herunterladen

Nightfall: Spielanleitung herunterladen (PDF-Dokument). Zum Betrachten benötigst Du den kostenlosen Acrobat Reader.

Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Nightfall' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Ewige Dunkelheit umgibt die Städte der Menschen, denn die Nacht ist hereingebrochen. Die letzte Nacht. Die nicht endende. Auf den Straßen ziehen Vampire, Werwölfe, Ghule und anderes Getier herum, die sich an den letzten Menschen nähren und Revierkämpfe um ihre „Vorräte“ durchführen. Auch du versuchst dich mit deinem Clan gegen deine Nahrungskonkurrenten durchzusetzen.

Nightfall ist ein (Karten-)Deckbau-Spiel, bei dem zwar nicht gleichzeitig gespielt wird, dennoch alle Teilnehmer in jedem Zug Aktionen durchführen können. Und selbstverständlich wird auch gegeneinander gekämpft.

Zu Beginn eines Spielzuges müssen bereits ausliegende Kreaturen die Mitspieler angreifen. Deren Kreaturen können zum Abfangen der Treffer eingesetzt werden, solange sie noch über Lebenspunkte verfügen. Alles darüber hinaus verursacht Wunden. Davon gibt es drei verschiedene Typen, die aber im Grundspiel dieselbe Funktion haben: Sie ergänzen das Kartendeck und erlauben das Nachziehen von zwei zusätzlichen Karten. Wer also frühzeitig bereits viele Wunden hinnehmen muss, wird dadurch geringfügig entschädigt. Der Nachteil: siehe Spielende.

Es folgt das Ausspielen von Handkarten, wobei jedoch auf eine spezielle Reihenfolge geachtet werden muss. Jeder Kartensorte sind eine Hauptfarbe sowie ein oder zwei Nebenfarben zugeordnet. Diese Nebenfarben bestimmen, welche Hauptfarbe als nächstes gespielt werden darf, sodass eine Kette entsteht. An diese dürfen sich auch die Mitspieler reihum anhängen, bevor sämtliche Karten in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt werden.

Um neue zu erwerben, darf sich jeder Spieler an acht verschiedenen allgemein zugänglichen und zwei privaten „Archiven“ bedienen. Die Kosten werden durch eine Art Grundeinkommen, zusätzliche Karteneffekte sowie abgeworfene Handkarten beglichen. Nachgezogen wird anschließend immer auf fünf Stück.

Eine Partie Nightfall endet, sobald die letzte Wunde genommen wird. Es gewinnt der Spieler mit den wenigsten Verletzungen.

Blogbeiträge

SpieLama (Rezension)

Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Nightfall' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Kampf und Kettenmechanismus unterscheiden Nightfall von den gängigen Deckbau-Spielen Dominion & Co. Die Kettenbildungen verkomplizieren dabei das Kartenmanagement, denn sie funktionieren nur gut, wenn ein Deck aus größtenteils zueinander passenden (sprich: farblich nicht allzu bunt gemischten) Karten besteht, sodass beim Erwerb nicht nur auf die Funktion geachtet werden sollte. Gleichzeitig lässt sich eine Handkarte nicht immer ausspielen, weil die entsprechende Kettenbedingung nicht erfüllbar ist. Auf der anderen Seite sind jedoch besonders starke Effekte („Kick“s) erreichbar, wenn die Vorgängerkarte einer bestimmten Farbe angehört. Praktisch ist dies so gut wie nicht planbar und somit ein Zufallselement, das den Spielern jedoch suggeriert planbar zu sein.

Der Kampf dagegen ist planbar und simpel: Stärkepunkte hauen auf Lebenspunkte. Bei mehr als zwei Spielern treten dadurch zahlreiche Königsmachereffekte auf, denn schließlich entscheiden am Ende nur die Anzahl erlittener Wunden. (Glücklich darf sich schätzen, wer sich heilen kann…)

Optisch ist Nightfall insgesamt gut gelungen, wenngleich das Cover mehr Vampirerotik verspricht, als es die Illustrationen schließlich halten können. Dennoch ist die Gestaltung sehr ansprechend. Übrigens ist die deutsche Ausgabe von Pegasus dem AEG-Original vorzuziehen, da verschiedene Promo-Einzelbooster bereits in das Grundspiel und die ersten beiden Erweiterungen integriert wurden. In diesem Basisset befinden sich zudem alle Kartentrenner, sodass der Käufer bereits einen Vorgeschmack auf das bekommt, was in den nächsten Monaten noch folgen wird. Ein Mixen der verschiedenen AEG/Pegasus-Ausgaben sollte daher vermieden werden.

Fazit
Thematisch und graphisch ist das düstere Nightfall spitze. Der Kettenmechanismus wäre nicht nötig gewesen (er stört aber auch nicht), denn bereits das Vampir-Werwolf-Szenario sorgt für ein Alleinstellungsmerkmal. Den Status eines Dominion für Mittelalter-Fans oder eines Thunderstone für Fantasy-Spieler sollte Nightfall bei allen Horror-Interessierten leicht erreichen können.

Nightfall Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Pegasus Spiele, 2014
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