PsychoPetFoto: Ludoversum

PsychoPet

In der psychiatrischen Tierklinik ist das Chaos ausgebrochen. Die Spieler wollen deshalb bei PsychoPet, den Tieren helfen und sie heilen. Dafür erhalten sie Punkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Bewertung

PsychoPet Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 6 Personen
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 30 - 45 Minuten

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Riskieren oder verlieren, Jeder gegen jeden
Thema: Tiere, Gesellschaft, Medizin und Gesundheit, Umwelt

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlag:  Goldsieber
Autoren: Happel, Knut
Fiore, Christian
Illustrator: Fiore, Christian

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'PsychoPet' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

In der psychiatrischen Tierklinik ist das Chaos ausgebrochen. Alle Doktoren und Doktoranden sind aufgerufen, die armen Tierchen zu heilen und hierbei die meisten Punkte zu erreichen.

Jeder Spieler erhält bei PsychoPet vier Futternäpfe und eine Doktorfigur seiner Farbe. Die Futternäpfe werden im Laufe des Spieles auf dem Spielplan in den einzelnen Krankenzimmern platziert und verschaffen dem Spieler Vorteile oder zusätzliche Therapiepunkte. Die Doktorfigur dient bei der Ermittlung der gesicherten Therapiekarten und –punkte zur Markierung. Ziel jedes Spielzugs ist es, möglichst viele Therapiepunkte zu erhalten, um Aktionskarten ziehen zu dürfen, Tiere zu heilen und Futternäpfe in den Krankenzimmern platzieren zu können. Dabei gliedert sich die Spielrunde in zwei Phasen:

Phase 1: Therapiepunkte sammeln
Zur Bestimmung der Basistherapiepunkte gibt es einen Therapiekartenstapel mit 24 Karten (acht verschiedene Motive die jeweils dreimal vertreten sind). Von diesem Kartenstapel werden nun nacheinander Karten aufgedeckt, wobei nach jeder gelegten Karte die Spieler entscheiden müssen, ob sie ihre Doktorfigur einsetzen oder weitere Karten abwarten möchten. Wird die Doktorfigur gesetzt, sichert sich der Spieler alle bis dahin aufgedeckten Karten und erhält einen Therapiepunkt je Karte. Wird ein Kartenmotiv ein zweites Mal in der Kartenreihe aufgedeckt, bricht das Chaos aus und alle Spieler, die ihre Doktorfigur noch nicht gesetzt haben, gehen leer aus (sichern sich also keine Motivkarten und somit auch keine Therapiepunkte). Karten werden solange aufgedeckt, bis entweder alle Doktorfiguren gesetzt wurden oder das Chaos ausbricht.

Phase 2: Therapiepunkte einsetzen
Zuerst werden die Therapiepunkte der Spieler für diesen Spielzug ermittelt. Hierzu addieren die Doktoranden ihre Basispunkte aus der aufgedeckten Kartenreihe, welche abhängig vom Einsatz der eigenen Doktorfigur sind, und zählen alle Therapiepunkte der Krankenzimmer, in denen ein eigener Fressnapf steht, hinzu. Aktionskarten können weitere Punkte bescheren. Mit den nun zur Verfügung stehenden Therapiepunkten kann der Spieler Tiere heilen, Fressnäpfe einsetzen und Aktionskarten kaufen. Nicht genutzte Punkte verfallen am Ende der Spielrunde

Fressnapf einsetzen:
Je nach Stockwerk der Klinik kostet der Einsatz zwischen drei und zehn Therapiepunkte und beschert dem Spieler einen Bonus zwischen +2 und +5, sofern das entsprechende Motiv des Krankenzimmers unter den gesicherten Karten zu finden ist. Zusätzlich sind Krankenzimmer vorhanden, die Einfluss auf das Kartenziehen oder das Heilen der Tiere haben.

Tier heilen:
Die Spielerreihenfolge beim Heilen der Tiere richtet sich nach der Reihenfolge der eingesetzten Doktorfiguren. Neben dem Spielplan liegen Tierstapel (Patientenkarten) mit Punktwerten zwischen sechs und 15 aus (abhängig von Spieleranzahl), wobei jeder Stapel aus fünf verschiedenen Tieren besteht. Ein Tier wird geheilt, wenn der aufgedruckte Punktewert in Therapiepunkten bezahlt wird. Dabei darf immer nur das Tier, das oben auf dem Kartenstapel liegt, geheilt werden.

Aktionskarte kaufen:
Für jeweils zwei Therapiepunkte darf eine Aktionskarte gezogen werden, von denen der Spieler drei auf der Hand halten darf.

PsychoPet endet, wenn nur noch ein Stapel mit Patientenkarten übrig ist. Die Punktevergabe richtet sich nach der Häufigkeit gleicher Tierpatienten, d.h. je mehr Karten eines Tiertyps der Spieler geheilt hat, desto mehr Punkte erhält er. Zehn Zusatzpunkte gibt es, wenn mindestens eine Karte jedes der fünf Tiermotive gesichert wurde. Sieger einer Partie ist der Spieler mit den meisten Punkten.

Blogbeiträge

SpieLama (Rezension)

Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'PsychoPet' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

In Psychopet – die durchgedrehte Haustierklinik geht es um das Sichern von Punkten, die für das Erlangen von Karten nötig sind. Wenn es ums Zusammenzählen der verfügbaren Therapiepunkte und das Addieren der Bonuspunkte aus den Krankenzimmern geht, könnte man schon manchmal durchdrehen. Eine laute Zählerei der Spieler kann dabei zusätzlich verwirren. Werden zu Beginn des Spiels noch wenige Therapiepunkte erwirtschaftet, weil die Fressnäpfe noch nicht in den Zimmern oder nur in solchen mit geringem Bonus eingesetzt sind, erhöht sich die Anzahl der Punkte gegen Spielende deutlich und hierdurch auch die Möglichkeiten, die ein Spieler hat.

Das Aufdecken der Therapiekarten und die nachfolgende Entscheidung der Spieler, wann sie denn ihre Doktorfigur einsetzen, sind interessant, bergen jedoch einen großen Frustfaktor. Da ein Spieler, den das Chaos trifft, keinerlei Therapiepunkte in der laufenden Runde erhält, lohnt sich kaum ein Weiterzocken, wenn die anderen Spieler bereits ihre Figuren gesetzt haben. Die Belohnung auf Risiko zu spielen, fällt mit einem oder vielleicht auch zwei Therapiepunkten zu gering aus.

Die Warnung auf der Spielschachtel „Achtung lustiges Brettspiel“ ist mehr Verwirrung als Hinweis, denn lustig ist an Psychopet nicht sehr viel. Sind die Tierchen auf den Karten noch irgendwie lustig gezeichnet, verschwindet der Spaß im Spiel schnell hinter einer nüchternen Rechnerei und einer Addition von Punkten. Zudem wirkt das Thema irgendwie aufgesetzt und ohne wirklichen Bezug zu einer Psycho-Haustierklinik. Konzentriert man sich allein auf den Mechanismus des Spiels, ohne lustige Aktionen zu erwarten, vermag Psychopet trotzdem zu unterhalten.

Fazit
Psychopet verrät uns nicht, woran die lieben Tierchen nun leiden und welche Psychosen sie quälen. Wir kämpfen nicht mit dubiosen Heiltränken gegen die Zittrigkeit des geschorenen Schafs oder wählen die Hypnose, um unserem Hasenfreund die Sucht nach den Heftchen mit den weiblichen Bunnys auszureden... nein, alles was wir tun, ist Basispunkte, Bonuspunkte und Punkte aus Aktionskarten zu addieren, um damit die Psyche der Tierchen wieder zu richten, äh... ihre Karten zu erwerben. In diesem Sinne ist Psychopet mehr für den Hobby-Mathematiker, als für den Hobby-Psychologen geeignet. Wer sich daran nicht stört, kann trotzdem Spaß haben.

PsychoPet Bild 1 Tierkarten. (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Ludoversum
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PsychoPet Kommentare

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