Pocket RocketsFoto: Ludoversum

Pocket Rockets

In Pocket Rockets wird der beste Raketenbauer des Universums gesucht. Um diesen Titel zu erringen, versuchen zwei bis vier Raketenbauer mit guter Strategie und etwas Glück die größten und wertvollsten Raketen zu bauen.

Bewertung

Pocket Rockets Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 4 Personen, besonders gut mit 3 Spielern
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 20 - 20 Minuten

Spieltyp

Genre: Kartenspiel, Sonstiges, Jeder gegen jeden
Thema: Weltraum, Gegenwart

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlage:  Hazgaard EditionsAsmodee Deutschland
Autor: Bauza, Antoine
Illustratoren: Madura, Christophe
Rakoto, David
Fructus, Nicolas

Erscheinungsjahr: 2009
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Pocket Rockets' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Zu Pocket Rockets gehören 60 Karten, vier Astronauten-Pöppel und acht Treibstoff-Spielsteine (je zwei mit den Werten 1, 2, 3 und 4). Sechs der 60 Karten sind Raketenwerft-Karten (Startplatz, Recyclinglager, Förderanlage, gelbe Bauanlage, rote Bauanlage und graue Bauanlage). Diese Karten werden im Kreis ausgelegt, wobei sich Startplatz und Recyclinglager gegenüber liegen müssen. Die so ausgelegten Raketenwerft-Karten bilden die Spielfläche. Aus den 54 Raketen-Karten (15 Raketenbasen, 24 Raketensegmente, 15 Raketenspitzen) wird pro Spieler eine Raketenbasis aussortiert. Diese legen die Spieler offen vor sich ab. Dann setzt jeder Spieler seinen Astronauten-Pöppel auf eine Raketenwerft-Karte seiner Wahl. Nun werden noch die Treibstoff-Spielsteine neben den Startplatz gelegt. Abschließend werden die übrigen Raketenkarten gemischt und in vier ungefähr gleich große Stapel geteilt. Diese Stapel werden offen neben die Bauanlagen und die Förderanlage platziert. Und schon kann es losgehen.

Jeder Spieler verfügt in seiner Runde über vier Aktionspunkte, die er einsetzen muss. Er kann seinen Astronauten-Pöppel bewegen, eine Karte nehmen oder eine Aktion durchführen. Der Spieler kann jede beliebige Kombination dieser Möglichkeiten durchführen, solange die vier Aktionspunkte regelgerecht verbraucht werden.

Einen Aktionspunkt kostet es bei Pocket Rockets , seinen Astronauten-Pöppel in der von der Förderanlage angezeigten Richtung um eine Raketenwerft-Karte weiter zu bewegen.

Für ebenfalls einen Aktionspunkt kann der Spieler eine Karte nehmen. Allerdings muss sich sein Astronauten-Pöppel dafür auf einer Raketenwerft-Karte neben einem Kartenstapel befinden und der Spieler darf noch keine drei Karten in der Hand halten. Genommen wird dann die oberste Karte des Stapels. Einen weiteren Aktionspunkt kostet das Ausführen einer Aktion. Die Art der Aktion richtet sich nach der Raketenwerft-Karte, auf der der Astronauten-Pöppel des Spielers steht.

Auf den Bauanlagen darf eine Karte in der Farbe der Bauanlage unter Berücksichtung der Konstruktionsregeln von der Hand ausgespielt werden. Die Konstruktionsregeln sind sehr einfach:

Eine Rakete besteht nur aus Raketenteilen einer Farbe. Eine vollständige Rakete besteht aus einer Raketenbasis, einem oder mehreren Raketensegmenten und einer Raketenspitze. Eine Rakete muss genau in dieser Reihenfolge (Basis, Segment(e), Spitze) gebaut werden. Ein Spieler kann beliebig viele Raketen gleichzeitig bauen.

Auf der Förderanlage darf die Bewegungsrichtung der Astronauten-Pöppel geändert werden. Dazu wird die Förderanlage einfach gedreht.

Auf dem Recyclinglager legt der Spieler zunächst eine Karte aus seiner Hand auf einen beliebigen Kartenstapel. Dann sucht er sich aus einem anderen Kartenstapel eine beliebige Karte und mischt diesen Stapel.

Auf dem Startplatz darf der Spieler einen Treibstoff-Spielstein aus den noch vorhandenen auswählen und auf eine seiner vollständigen Raketen legen. Auf keiner Rakete darf mehr als ein Treibstoff-Spielstein liegen. Einige Raketenspitzen verleihen nach dem Ausspielen gewisse Vorteile. Es gibt zusätzliche Punkte für die Endabrechnung, einen zusätzlichen Aktionspunkt pro Runde, die Möglichkeit, vier Karten auf der Hand zu halten oder die freie Wahl der Bewegungsrichtung auf den Raketenwerft-Karten.

Sobald ein Spieler den letzten Treibstoff-Spielstein nimmt, endet Pocket Rockets und jeder Spieler zählt seine Punkte. Dabei bringt jede vollständige Rakete pro Raketensegment zwei Punkte. Jede „+1“-Raketenspitze bringt einen Punkt und jeder Treibstoff-Spielstein bringt Punkte abhängig von seinem Wert. Der Spieler mit den meisten Punkten ist der Sieger bei Pocket Rockets. Bei Gleichstand entscheidet die größte Rakete.

 

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Pocket Rockets' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Pocket Rockets ist ein schönes Spiel für Unterwegs. Die Spielregeln sind kurz und einfach, allerdings nicht ganz fehlerfrei (s.o.). Die Mischung zwischen Strategie und Glück ist ausgewogen. Der Glücksfaktor kommt durch die zufällig erzeugten Kartenstapel ins Spiel, die Reihenfolge der Karten kann einen Spieler bevorzugen oder auch benachteiligen. Aber wie bei Kartenspielen durchaus üblich liegt die Kunst darin, aus den vorhandenen Karten das Beste zu machen. Mit entsprechender Überlegung sind dann teilweise verblüffende Spielzüge möglich.

Das Spielmaterial ist einem Unterwegs-Spiel angemessen. Die Spielkarten sind klein, aber nicht zu klein. Alles ist zu erkennen und auch in der Hand können sie noch gut gehalten werden. Die Astronauten-Pöppel haben Standardgröße und auch die Chips, die als Treibstoff-Spielsteine dienen, sind hinreichend groß. Allerdings braucht man eine einigermaßen große Spielfläche. Die Raketenwerft nimmt mit ihren sechs Karten zwar nur wenig Raum ein, aber die ausgespielten Raketen benötigen doch einigen Platz. Ein Spiel dauert zwischen 20 und 30 Minuten, so dass Pocket Rockets auch als Spiel für Zwischendurch seinen Wert hat.

Pocket Rockets kann auch von Kindern gut gespielt werden. Der Herstellerangabe „ab 10“ würde ich allerdings nur bedingt zustimmen. Eine Runde aus Zehnjährigen kann Pocket Rockets spielen und viel Spaß haben. Ein Zehnjähriger in einer Erwachsenenrunde wird vermutlich keinen Spaß haben, weil in diesem Alter das strategische Vorausplanen normalerweise noch nicht so stark ausgeprägt ist und damit klare Nachteile entstehen.

 Fazit

Pocket Rockets ist ein kleines, feines Spiel, das ohne großen Aufwand gespielt werden kann. Durch die kurze Spielzeit ist es mal schnell zwischendurch gespielt oder man spielt mehrere Runden in Folge. Die Schachtel ist kaum größer als eine Zigarettenschachtel, so dass das Spiel auch leicht zu transportieren ist. Und das Spiel macht Spaß. Also „six, five, four, three, two, one, zero“ und losspielen.

 

Pocket Rockets Bild 1 Spielkarten. (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Ludoversum
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