Target EarthFoto: Gen-X Games, 2014

Target Earth

Im Jahre 2030 wird die Erde in Target Earth von Aliens eingenommen. Nur wenn die Spieler gemeinsam in sieben Runden die Technologie der Aliens erfolgreich erforschen, können sie gewinnen und die Erde retten.

Bewertung

Target Earth Durchschnitt: 3 von 5 (1 Bewertung)
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Auf einen Blick

Spieler: 1 - 4 Personen, besonders gut mit 4 Spielern
Alter: ab 12 Jahren
Dauer: 90 - 120 Minuten

Spieltyp

Genre: Brettspiel, Sonstiges, Alle gegen das Spiel
Thema: Sci-Fi, Zukunft, Erde, Konflikte und Kriege, Abenteuer und Fantasie

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Sonstige Informationen

Verlag:  Gen-X Games
Autor: Cagigal, Jacobo
Illustrator: Marcet Rovira, Sergi

Erscheinungsjahr: 2010
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Video-Anleitung

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Target Earth' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Im Jahr 2030 beginnen extraterrestrische Intelligenzen mit der Invasion der Erde. Mit ihrer überlegenen Technologie übernehmen sie schnell die Kontrolle über einige Länder, in denen sie Basen einrichten um ihre Herrschaft zu festigen. Im Angesicht des nahenden Untergangs schließen sich die verbleibenden Nationen des Planeten zusammen, um die Eindringlinge wieder zu vertreiben. Doch dies erfordert nicht nur militärische Maßnahmen, sondern auch die Erforschung fremder Technologie und diplomatischen Geschicks – und nicht zuletzt auch eine effiziente Kooperation der Spieler.

In jeder Runde erhalten die Spieler in Target Earth ein von den von ihnen kontrollierten Ländern abhängiges Einkommen, das sie in Forschung und Produktion investieren können. Zur Erforschung der vier Waffengattungen (Truppen, Panzer, Jagdflieger, Alien-Technologie) sind je nach Stufe auch Labore und bereits erlangte Alien-Technologie-Punkte erforderlich. Die jeweiligen Stufen entsprechen den Angriffswerten der Einheiten: Für jede Stufe darf im Kampf ein Würfel geworfen werden.

Produziert werden können sowohl neue Einheiten in den Basen, als auch zusätzliche Erweiterungsmodule, die die Basen leistungsfähiger machen. Dabei gibt es zahlreiche Abhängigkeiten zu beachten. So erfordern Truppen vorhandene Kasernen, Panzer Garagen, Jagdflieger und Shuttles einen Hangar. Radaranlagen werden zum Abfangen von Ufos benötigt, die Anzahl vorhandener Lagerhallen limitiert die Anzahl baubarer Module je Typ.

Nach diesen Vorbereitungen dürfen sich die Erdnationen in Target Earth noch ein wenig in Diplomatie üben und Kontakt zu einem neutralen Land aufnehmen. Erreicht die Summe zweier Würfel den Diplomatiewert des Landes, schließt es sich der Allianz an. Je größer diese bereits ist, desto größter wird der Bonusmodifikator der Spieler.

Es folgt der unweigerliche Angriff der Aliens aus dem All. Eine im Laufe des Spiels steigende Zahl von Ufo-Markern wird zufällig gezogen und ebenfalls zufällig ermittelten Ländern zugeteilt. Bevor die Außerirdischen ihre bösartigen Pläne durchführen können, erhalten die Spieler Gelegenheit die georteten Ufos abzufangen – für die ersten drei sind dabei noch keine Radarstellungen notwendig. Bei jedem Einzelkampf würfeln beide Seiten mit der entsprechenden Zahl ihrer Angriffswürfel – also beispielsweise bis zu vier pro Jagdflieger. Jede „5“ und „6“ zählt als Treffer, deren Anzahl verglichen wird. Haben die Jagdflieger mehr erzielt, wird das Ufo abgeschossen. Andernfalls muss ein Jäger entfernt werden. Dies wird solange wiederholt, bis das Ufo beseitigt ist oder die Alliierten sich zurückziehen.

Doch auch die anderen Einheiten der Menschen haben einen Verwendungszweck, denn mit ihnen können Militärmissionen durchgeführt werden. Beispielsweise zusätzliche Verteidigungsmaßnahmen gegen die angreifenden Ufos oder eigene Angriffe auf Alien-Basen. Erst danach führen die überlebenden UFOs ihre Angriffe durch, wobei der Sieger einer Schlacht stets einen Siegpunkt erhält. Zusätzliche Handlungsoptionen während des Spiels erhält die Allianz durch spezielle Aktionskarten, von denen jeder Spieler mit 4-7 Stück startet. Sie können gezielt eingesetzt werden um Einheiten im Kampf zu stärken und Diplomatie-boni zu gewinnen.

Ob eine Technologie erfolgreich erforscht werden konnte, wird erst am Ende einer Runde geprüft. Target Earth endet spätestens nach sieben Runden, wobei die Allianz für einen Sieg Alien Tech Level 4 und mehr Siegpunkte als die Aliens benötigen. Einen vorzeitigen Sieg erringt eine Fraktion, wenn es ihr gelingt 50 Siegpunkte zu erreichen. Anstelle eines kooperativen Spieles können die Spieler auch Siegpunktmarker verwenden, sodass gegebenenfalls der Spieler mit den meisten Punkten alleine gewinnt.

Blogbeiträge

SpieLama (Rezension)

Video-Rezension

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Target Earth' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Die recht kompakte Box von Target Earth steckt voller Pappmarker: 46 Ufos, 30 Länder, 88 Module für Basen, 72 Einheiten, 12 Alien-Einheiten, 30 Geld, Kontrollmarker für Länder. Das wirkt zunächst etwas unübersichtlich, relativiert sich aber recht schnell nachdem die einzelnen Funktionen geklärt sind. Besonders ins Auge stechen die bunten Ländermarker, die in den jeweiligen Nationalfarben gehalten sind. Die die Nationen sehr unterschiedliche Diplomatie- und Einkommenswerte sowie Siegpunkte aufweisen, ergeben sich während des Spiels interessante Konstellationen, die für reichlich Abwechslung und taktische Spielereien sorgen.

Grundsätzlich ist es für die Spieler aber absolut notwendig, die Jagdflieger-Stufe so schnell wie möglich zu erhöhen und die Verteidigungskapazitäten auszubauen. Im kooperativen Spiel sollte es kein Problem sein die Invasion abzuschlagen, sodass es das Ziel sein sollte frühzeitig die 50 Siegpunkte zu erreichen. Im „Fortgeschrittenenspiel“ ohne Kooperation ist dies ungleich schwieriger, da kein Spieler ein ernsthaftes Interesse daran hat, seinen Mitspielern zu helfen. Hier kommt allerdings noch eine zusätzliche Komponente ins Spiel: Absprachen mit den Mitspielern. Diese müssen natürlich nicht eingehalten werden, bieten aber schwächeren Fraktionen die Möglichkeit sich gegenseitig zu unterstützen und führende Spieler wieder einzuholen.

Ob nun lieber kooperativ gespielt wird oder nicht, bleibt dem Geschmack der Spieler überlassen. Beide Varianten funktionieren gut, allerdings empfiehlt sich zumindest zum Einstieg der gemeinsame Kampf. Ein paar Erfolgserlebnisse sollten die Spieler nämlich geniessen können, bevor sie das erste Mal von den Aliens platt gemacht werden…

Fazit
Kriegsspiele mit Science-Fiction-Thema sind rar, gute ganz besonders. Target Earth ist ein seltener Vertreter dieser Art, der weniger mit phantastischen Raumschiffen oder interstellaren Reisen protzt, sondern sich stattdessen auf eine reale Bedrohung auf der eigenen Heimatwelt konzentriert. Den Reiz des Spiels machen Eroberung und Kontrolle der einzelnen Länder aus, die immer wieder von den Aliens bedroht werden. Dieses Konzept ist bislang einmalig und ein interessantes Szenario für jeden SciFi-Fan.

Target Earth Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Gen-X Games, 2014
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