DominionFoto: Rio Grande Games, 2015

Dominion

In Dominion kaufen Spieler Karten, die ihnen verschiedene Aktionen ermöglichen. Diese lassen sich grob in Geld-, Aktions- und Siegpunktekarten unterteilen. Das Spiel erschien in Deutschland erstmals bei Hans im Glück.

Bewertung

Dominion Durchschnitt: 4.5 von 5 (12 Bewertungen)
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Auf einen Blick

Spieler: 2 - 4 Personen, besonders gut mit 3 Spielern
Alter: ab 8 Jahren
Dauer: 30 - 60 Minuten

Auszeichnungen:
Spiel des Jahres 2009
Deutscher Spielepreis 2009 (Rang: 1)

Erweiterungen:
Dominion: Schwarzmarkt
Dominion: Die Intrige
Dominion: Seaside
Dominion: Die Alchemisten
Dominion: Blütezeit
Dominion: Reiche Ernte
Dominion: Hinterland
Dominion: Dark Ages
Dominion: Basiskarten
Dominion: Die Gilden
Dominion: Abenteuer
Dominion: Mixbox
Dominion: Fanbox
Dominion: Guilds & Cornucopia
Dominion: Einladung Promokarte
Dominion: Empires
Dominion: Nocturne

Nachfolgespiel:
Dominion - Second Edition

Spieltyp

Genre: Kartenspiel, Deckbauspiel, Jeder gegen jeden
Thema: Fantasy, Mittelalter, Fantasiewelten, Abenteuer und Fantasie

Spielgefühl

Einstieg:
schneller Start
ewige Erläuterungen
Komplexität:
super simpel
kolossal knifflig
Interaktion:
jeder für sich
alle zusammen
Zufall:
glattes Glück
pure Planung

Forumsbeiträge

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Sonstige Informationen

Verlage:  Rio Grande GamesASS Altenburger
Autor: Vaccarino, Donald X.

Erscheinungsjahr: 2012
Sprache: Anleitung und Spielmaterial in Deutsch

Weitere Auflagen

Dominion

Dominion
(Foto: Ludoversum)Jahr: 2008
Land:   DE
Verlag: Hans im Glück Verlag

Anleitung herunterladen

Dominion: Spielanleitung herunterladen (PDF-Dokument). Zum Betrachten benötigst Du den kostenlosen Acrobat Reader.

Kurzanleitung

Diese Kurzanleitung zu 'Dominion' stammt von unserem Partner Ludoversum. Wir konzentrieren uns im Text auf wichtige Mechanismen des Spiels und ignorieren absichtlich Details und Sonderregeln.

Du bist ein Monarch, genau wie deine Eltern zuvor. Regent eines netten kleinen Königreiches mit Flüssen und immergrünen Ländereien. Doch anders als deine Vorfahren hast du Hoffnungen und Visionen. Du willst mehr! Mehr Flüsse, mehr immergrüne Ländereien. Du willst ein Imperium, dein Dominion! In allen Himmelsrichtungen liegen kleine Herzogtümer und Lehen, deren Herrscher nur darauf warten, dass du sie unter deinem Banner vereinst.

Aber warte! Es liegt etwas in der Luft. Da sind noch andere Monarchen, die genau jetzt genau die gleiche Idee haben. Du musst dich beeilen und dich gegen deine Konkurrenten verteidigen. Dafür wirst du ein Gefolge und Gebäude benötigen, deine Burg absichern und deine Schatzkammer füllen müssen. Deine Eltern werden zwar nicht wirklich stolz auf dich sein, aber wen interessiert's.

Dominion ist ein Kartenspiel, bei dem jeder Spieler sein eigenes Kartendeck im Laufe des Spiels aufbaut. Mit einem für alle gleichen Start-Satz von zehn Karten wird begonnen und reihum gespielt. Ohne Startspieler. Ohne Runden zu zählen und ohne komplizierte Spielerreihenfolge oder Änderung derselben. Solange, bis eine der Siegbedingungen erfüllt ist.

Ein Zug besteht aus folgenden Schritten: fünf Karten auf die Hand nehmen eine Aktion ausführen eine neue Karte kaufen alle Handkarten auf den eigenen Ablagestapel werfen

Die verschiedenen Karten lassen sich in drei Typen kategorisieren: Geld, Siegpunkte und Aktionen. Aktionskarten werden ausgespielt und haben verschiedenste Funktionen. Dazu zählen auch Zusatzaktionen, Extrageld und multiple Kartenkäufe. Durch entsprechende Kettenreaktionen kann ein einzelner Zug somit aus vielen Aktionen und Käufen bestehen - vorausgesetzt, es werden die passenden Karten nachgezogen.

Mit den eigenen Geldkarten und eventuellen Boni durch spezielle Aktionskarten können neue Karten gekauft werden. Angeboten werden stets neue Geldkarten und Siegpunkte in jeweils drei Stufen zu den entsprechenden Preisen, sowie eine Auswahl von zehn verschiedenen Aktionskarten a zehn Stück. Die Preise schwanken zwischen 0 und 8, sodass mit jeder Kartenhand mindestens eine neue Karte erworben werden kann.

Das Spiel endet, sobald entweder der Stapel mit den teuersten Punktekarten (den "Anwesen") leer ist, oder drei beliebige Aktionskartenstapel komplett aufgekauft wurden. Es gewinnt der Spieler, den in seinem Deck die meisten Siegpunkte sammeln konnte.

spielbox-Rezension

Die spielbox ist das auflagenstärkste Gesellschaftsspiele-Magazin weltweit. Die Redaktion hat Dominion in Ausgabe 1/09 rezensiert und umgerechnet mit 4 von 5 Sternen bewertet.

Interessierte können diese und andere Ausgaben im spielbox-Shop bestellen.

Text-Rezension

Diese Rezension zu 'Dominion' kommt von unserem Partner Ludoversum. Bald zeigen wir auch wieder an, welcher Autor sie verfasst hat.

Ein Kartenspiel in einem großen Karton, ein Karten-Werkzeugkasten-Spiel - das klingt nicht besonders spannend. Doch der Vergleich mit Sammelkartenspielen hinkt, denn bei Dominion gibt es nichts zu sammeln. Bei mitgelieferten 25 verschiedenen Aktionskarten gibt es mehr als genug Kombinationsmöglichkeiten um auch langfristig immer wieder neue Randbedingungen kennenzulernen, neue interaktive Wirkungsweisen bestimmter Karten und schier unendlich viele Strategien, die ausprobiert werden wollen.

Da zu erwarten ist, dass trotzdem noch einige Erweiterungen und Giveaways erscheinen, von spontanen selbst gemachten Versionen engagierter Spieler, die im Internet verfügbar sind, mal ganz abgesehen, soll an dieser Stelle auf eine genauere strategische Analyse verzichtet werden. Dominion bietet bereits in der Basisausstattung so viele Möglichkeiten, dass eine angemessene Betrachtung den Rahmen einer Rezension sprengen würde. Verallgemeinert kann aber gesagt werden dass es wichtig ist, viele starke und wertvolle (in der Regel leider auch teure) Karten im Deck zu haben, und wenig schwache, die die eigene Handlungsfähigkeit stark einschränken. Das heißt: Hohe Geldkarten und einige Aktionskarten mit Kartennachziehfunktion und Aktionsvermehrung. Wird mit der Karte "Gärten" gespielt, sieht das zwar auch schon wieder anders aus, aber wie gesagt: keine Zeit für Details.

Ein wichtiges Merkmal von Dominion ist der Mangel an Interaktivität. Es gibt sie zwar, jedoch versteckt in wenigen Karten, die auch nicht immer erste Wahl sind. Es entsteht deshalb ganz klar ein Solitärspiel-Gefühl, das sich auch nach vielen Partien nicht verflüchtigt. Mit zunehmender Erfahrung geht das Zählen der noch verfügbaren Aktionen und Käufe während eines Zuges jedoch viel flotter von der Hand, sodass eine Spieldauer von nur 30 Minuten wirklich realistisch ist. Der Nachteil: Das Gewusel der Mitspieler läßt sich kaum mehr nachvollziehen, sodass ein Zug bei Wiederholungstätern schnell auf dem Prinzip Glaube & Vertraue basiert.

Umso erstaunlicher ist es, dass Dominion einen riesigen Wiederspielreiz bietet. Würde das Kartenset nur aus einem fixen Aktionskartenangebot bestehen, wäre Dominion vermutlich auch noch ein gutes Spiel - aber eben nur eines von vielen in einem starken Jahrgang. Doch mit dieser riesigen Variabilität und dem eingängigen Spielprinzip wächst es über sich hinaus und mutiert zum Überflieger. Wenngleich nicht sicher ist, welche Beachtung die Jury Spiel des Jahres einem Spiel mit derart niedriger Interaktivität geben wird, so hat Dominion doch zumindest beste Aussichten auf den Deutschen Spielepreis. Mal abwarten.

Nicht zu verschweigen ist noch eine andere Kleinigkeiten, die nicht ganz so optimal sind: das lästige Mischen, das jedes Mal anfällt wenn der eigene Nachzugstapel aufgebraucht ist und der Ablagestapel recycelt werden will. Vor allem am Spielanfang kann das nerven; nach einiger Zeit stellt sich aber ein Gewöhnungseffekt ein.

 

Fazit

Dominion ist innovativ, kurzweilig, abwechslungsreich und bietet dauerhaften Spielspaß. Die genannten negativen Punkte fallen nicht ins Gewicht und sind eher Erbsenzählerei. Dominion ist vielleicht die beste Neuheit seit vielen Jahren und ein klarer Pflichtkauf.

Dominion Bild 1 (zum Vergrößern aufs Bild klicken)
Foto: Rio Grande Games, 2015
Dominion Bild 1Dominion Bild 2Dominion Bild 3

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